Ein Sieg, der ein wenig Linderung bringt: Schönenwerd im Halbfinal

Ein Sieg, der ein wenig Linderung bringt: Schönenwerd im Halbfinal
27.02.2020

Volley Schönenwerd entscheidet auch das fünfte Spiel in dieser Saison gegen Jona für sich. Nur einen Satz gibt das Team von Headcoach Bujar Dervisaj in der Viertelfinalserie ab und wartet nun auf den Gegner in der nächsten Runde – wahrscheinlich wird es Luzern.

 

Text: Raphael Wermelinger - Oltner Tagblatt

Foto: oegerli-sportfotos.ch

Nach dem bitteren Ausscheiden am Sonntag im Halbfinal des Schweizer Cups – 1:3-Niederlage in Lausanne – waren die Schönenwerder ganz offensichtlich erpicht darauf, eine positive Reaktion zu zeigen. Die Gastgeber traten im dritten Playoff-Duell von Anfang an äusserst dominant auf. Schönenwerd gestand Jona im ersten Satz nur 13 Punkte zu.

Die prägendsten Figuren bei der Mannschaft von Trainer Bujar Dervisaj: Mittelblocker Mischa von Burg, der mit einer guten Serviceserie für eine frühe 6:2-Führung sorgte, Diagonalangreifer William Bermudez, der am meisten Punkte beitrug, und Passeur Nikodem Wolanski, welcher das Spiel der Schönenwerder variantenreich orchestrierte.

Auch im zweiten Durchgang zeigte sich klar, wieso Schönenwerd in der Quali Zweiter, Jona nur Siebter war und die Schönenwerder die bisherigen Direktduelle, zwei in der Quali und zwei in den Playoffs, für sich entschieden hat. Bei der zweiten Auszeit führten die Schönenwerder mit 16:9. Locker konnten sie es sich sogar erlauben, eine kurze Verschnaufpause einzulegen. Jona kam lediglich bis auf 14:18 heran. Nach dem Time-out nahm das Heimteam das Zepter wieder in die Hand und gewann den zweiten Satz ebenfalls diskussionslos mit 25:18.

Gleich mehrere Gänge zurückschalten, das liegt aber auch gegen Jona nicht drin. Die St. Galler waren nicht gewillt, sich kampflos in die Ferien zu verabschieden. Sie machten wenig Fehler, gepaart mit den Nachlässigkeiten der Schönenwerder ergab dies zwischenzeitlich einen Vorsprung von sieben Punkten für die Gäste.

Doch auch der sollte Jona nicht den ersten Satzgewinn in der Betoncoupe Arena bescheren. Ein Winner von Bermudez brachte das Heimteam wieder auf 13:17 heran. Ein weiteres Ass des Kolumbianers sowie ein Angriffspunkt, dazu zwei Angriffsfehler von Jona und ein Kracher von Topskorer Marcin Ernastowicz zum 18:17 bedeuteten die Wende.

Die Gegenwehr der Ostschweizer war damit endgültig gebrochen, ihnen gelangen nur noch drei weitere Punkte und die Schönenwerder schafften mit dem dritten Sieg in Folge auf schnellstem Weg den Einzug in die Playoff-Halbfinals.

«Die Niederlage im Cup hat geschmerzt. Es war sehr wichtig, dass wir heute wieder gewinnen konnten. Ein Sieg ist das beste Mittel gegen Niederlagen», sagte Mittelblocker Christopher Frame nach dem 3:0-Sieg. «Wir starteten sehr gut in den Match und waren lange Zeit klar besser. Im dritten Satz waren wir dann aber zu unkonzentriert. Dass wir ihn trotzdem noch drehen konnten, war stark und lag vor allem an der super Serviceserie von William Bermudez.»

Als Gegner in der Runde der letzten Vier wünscht sich Frame Volley Luzern. Weil er bei den Leuchtenstädtern einen kurzen Abschnitt seiner Karriere verbracht hat und: «Weil wir uns noch für die Niederlage in der Qualifikation revanchieren wollen.» Es sieht danach aus, als würde Frames Wunsch in Erfüllung gehen. Luzern liegt in der Serie gegen Näfels nach dem 3:0-Heimerfolg mit 2:1 vorne. Die Entscheidung fällt am Samstag oder Sonntag. 

Dies gilt auch für das Derby zwischen Chênois und Lausanne. Nachdem die Genfer den Auftaktsmatch für sich entschieden hatten, konnte Titelverteidiger Lausanne die Serie mittlerweile drehen - 3:0-Heimsieg am Samstag und 3:1-Break am Mittwoch. Qualifikationssieger Amriswil ist wie die Schönenwerder bereits durch. Die Thurgauer gewannen Spiel drei gegen Traktor Basel mühelos in drei Sätzen. 

 

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