Volley Schönenwerd unterliegt Amriswil

Volley Schönenwerd unterliegt Amriswil
22.11.2015

Die Ausgangslage vor dem Spiel sprach den Ostschweizern klar die Favoritenrolle zu. Während Schönenwerd aus vier Partien deren fünf Punkte erzielte, musste Amriswil bisher nur gegen den Tabellenleader aus Lausanne eine Niederlage einstecken. Am vergangenen Samstag galt es also auswärts eine schwierige Aufgabe zu lösen für Volley Schönenwerd.

Von Noel Giger

Die bisherigen Begegnungen zwischen Amriswil und Schönenwerd versprachen stets Hochspannung, Dramatik und gutes Volleyball, weshalb es nicht weiter verwunderlich war, dass die Amriswiler Tellenfeldhalle beim Anpfiff mit über 600 Zuschauern gut gefüllt war.

Nach dem obligatorischen Abtasten war es der Gastgeber der zuerst den Tritt in die Partie fand. Angeführt vom Mobiliar Topscorer Steigmeier gelang es den Ostschweizern Mal für Mal, einen Weg durch die Schönenwerder Verteidigung zu finden. Schöni, unterstützt durch diverse Aufschlagfehler des Heimteams, reagierte mit Angriffspunkten von Schnider und Kessel, blieb aber bis zum technischen Time-Out weiterhin knapp in Rückstand (16:14). Auch wenn Amriswil im Aufschlag weiter fahrlässig agierte, gelang es den Niederämtern nicht ihre Chancen zu nutzen und mussten nach zwei druckvollen Aufschlägen von Steigmeier den ersten Durchgang verloren geben.

Dass von der Seite der Gäste mehr kommen musste war klar, doch erneut gelang die Startphase in den zweiten Satz nicht nach Wunsch. Amriswil luchste bei eigenem Aufschlag den Gästen immer wieder wichtige Punkte ab, was in einer frühen Führung resultierte (8:5). Mit Hofstede am Aufschlag gelang es Schöni jedoch endlich die Wende einzuläuten. Ganze sechs mal Schritt er zur Servicelinie und sorgte zusammen mit Gerber und Schnider im Angriff für wichtige Breakbälle. Das Spiel war damit neu lanciert, beide Teams schenkten sich nichts und es entwickelte sich ein Duell zwischen den beiden Topscorern Schnider und Steigmeier, den überragenden Spielern dieser Partie. Beim Stand von 23:22 aus Sicht des Heimteams war es wiederum Schnider, der mit wuchtigen Aufschlägen seine Seite quasi im Alleingang zum 23:25 Satzgewinn servierte.

Mit dem Schwung aus dem Satzausgleich ging Schönenwerd in die Offensive und eröffnete mit Starken Angriffen auf den Flügelpositionen sowie einem Block von Giger auf Tomasik den Score. Amriswil hielt dagegen und bis zur Satzmitte gelang es keiner Partei sich nennenswert abzusetzen (14:13). Dann war es Steigmeier, der seine individuelle Klasse aufblitzen liess und mit drei direkten Aufschlagwinnern die Weichen auf Satzgewinn für Amriswil stellte. Auch wenn die Niederämter mit Schnider am Aufschlag erneut beherzt kämpften, gelang keine Reaktion mehr und Amriswil ging wiederum in Führung.

Im letzten Durchgang war für die Gäste nichts mehr zu holen. Zuspieler Sigmund, der zwischenzeitlich bei den Ostschweizern in die Partie gekommen war, dirigierte seine Angreifer gekonnt und setzte auch immer wieder seine Mittelblocker gut in Szene, worauf die Niederämter kein Gegenmittel fanden. Angeführt durch einen überragenden Steigmeier (35 Punkte) brachte Amriswil die Partie verdient nach Hause und Schönenwerd musste trotz einer erneut starken Leistung von Topscorer Schnider (27 Punkte) die dritte Niederlage in dieser Saison wegstecken.

Am kommenden Sonntag tritt  Volley Schönenwerd auswärts gegen den letztjährigen Meister Dragons Lugano an, wo man hoffentlich wieder auf den Australier Richards zählen kann, welcher sich vor der Partie gegen Amriswil am Rücken verletzt hatte.

 

Volley Amriswil I - Volley Schönenwerd I   3:1

Sporthalle Tellenfeld, Amriswil. – 630 Zuschauer. – SR: Bärtsch/Rüegg

Satzresultate: 25:20 (27'); 23:25 (27'); 25:21 (21'); 25:18 (25'). Total: 100 Minuten.

Volley Amriswil I: Howadson, Sigmund, Nasibullin, Fellay, Kriech, Ljubicic, Wetzel, Wolff, Brändli, Tomasik, Steigmeier; Coach: Pavlicevic.

Volley Schönenwerd I: Giger N., Müller, Fischer, Hofstede, Kessel, Giger R. Gerber, Hänggi, Frame, Dervisaj, Schnider; Coach: Buser.

Bemerkungen:  Schönenwerd ohne Richards (rekonvaleszent)

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