Start missglückt - Schönenwerd gegen Näfels chancenlos

Start missglückt - Schönenwerd gegen Näfels chancenlos
23.10.2015

Grosse Unsicherheiten in der Abwehr und etliche Servicefehler prägten das Spiel der Niederämter. Auch im Angriff klappte wenig zusammen. Immer wieder blieben die Gastgeber am Block der Glarner hängen. Die Abstimmung zwischen Passeur und Angreifern stimmte (zu) oft nicht.

Von Raphael Wermelinger

Simon Hofstede, Cody Kessel, Jordan Richards, Leandro Gerber, Christoph Hänggi und Zuspieler Reto Giger: Diese Startsechs schickte Trainer Nikolas Buser für das erste Saisonspiel aufs Feld. Die Überraschung: Der Captain und letztjährige Topskorer Jan Schnider kam erst im dritten Satz zum Zuge. Wegen der Verletzung von Marco Heimgartner feierte Julian Fischer auf der Libero-Position sein Debüt in der NLA.

Der erst 18-Jährige konnte seine Nervosität nicht immer verbergen und leistete sich ein paar Patzer. Ebenfalls diskret war der Einstand von Cody Kessel. Der US-Amerikaner fand bei seinem ersten Einsatz für Volley Schönenwerd nicht ins Spiel und konnte kaum Akzente setzen.

Der erste Satz war noch der knappste. Schönenwerd hielt bis zum 18:20-Zwischenstand mit, schaffte dann aber zweimal das Sideout nicht. Mit einem Service-Kracher entschied Bruno Godoi den Durchgang wenig später für Näfels. Der neue Brasilianer des neunfachen Schweizer Meisters lieferte eine überzeugende Leistung ab. Wie auch der US-Amerikaner Matt Pollock, der ebenfalls erst seit dieser Saison im Team der Glarner ist. Die beste Waffe der Gäste war indes Fabian Martinez. Gegen den venezolanischen Diagonalspieler fanden die Schönenwerder kein Mittel.

Klassenunterschied im Service

Ab dem zweiten Satz waren die Gäste vor allem auch am Service eine Klasse besser als Schönenwerd. Dank zwei Winnern von Samuel Ehrat zog Näfels früh auf 7:2 davon. Beim zweiten technischen Timeout lagen die Glarner immer noch mit fünf Punkten in Front. Die Schöni-Fans warteten danach vergeblich auf ein Aufbäumen ihres Teams. Stattdessen baute Näfels die Führung kontinuierlich aus und holte sich im Schongang den zweiten Satz.

Waren es im zweiten Satz deren 17, schafften die Niederämter im dritten sogar nur noch deren 16 Punkte. So herrschte nach exakt 70 Minuten Spielzeit eine ernüchternde Stille in der gut gefüllten Erlimatthalle in Däniken. Das hatte am Anfang noch ganz anders getönt. Mit tosendem Applaus wurden die Spieler nach der Sommerpause begrüsst. Alles wäre angerichtet gewesen für eine Saison-Eröffnungsparty.

Aber die Form der Mannschaft stimmt noch nicht. Für das Schönenwerder Team Ausgabe 2015/16 gibt es noch viel zu tun. Ihnen bleiben rund 14 Tage Vorbereitungszeit für den nächsten Match. Nach dem spielfreien nächsten Wochenende empfangen die Niederämter in zwei Wochen den amtierenden Cupsieger Lausanne.

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