Stark begonnen, mächtig abgebaut - Schönenwerd holt zwei Punkte

31.10.2016

Nach dem zweiten Saisonsieg liegt Volley Schönenwerd in der NLA auf Platz vier. Meister Amriswil führt die Tabelle weiterhin mit dem Punktemaximum an.

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Von Raphael Wermelinger

Im zweiten Heimspiel der Saison gibt Volley Schönenwerd gegen Luzern unnötig einen Punkt ab. Die Innerschweizer hatten ihre ersten beiden Spiele gewonnen, von den Niederämtern wurden sie aber lange Zeit richtiggehend vorgeführt. Dann nutzte Luzern das Nachlassen der Schönenwerder und kam dank grossem Kampf und einem phasenweise überragenden Topskorer Gerrard Lipscombe zurück ins Spiel. Beinahe hätte Lauren Bertolaccis Team gar den Sieg nach Hause getragen.

Die Schönenwerder wollten an den 3:1-Sieg vom vergangenen Spieltag gegen Lausanne anknüpfen, daran bestand in der Startphase kein Zweifel. Das Heimteam war in Spiellaune. Kollo legte mit einem Sevice-Winner gleich auf 3:0 vor, Peterlin baute die Führung mit einer guten Aufschlagserie auf 10:4 aus. Luzern hatte nichts entgegenzusetzen. Innert weniger als zwanzig Minuten holten sich die Schönenwerder den ersten Satz mit 25:13. Diagonalangreifer Rocamora war mit acht Punkten der beste Skorer der Gastgeber. Passeur Dervisaj setzte aber auch die übrigen Mitspieler gut in Szene: Kollo (5 Punkte), Peterlin (4), Hänggi (3) und Frame (1) jubelten ebenfalls.

Unverändertes Bild nach dem ersten Seitenwechsel: Die Schönenwerder dominierten ihren Gegner nach Belieben. Mit einem 8:1 gings ins erste Timeout. Ganz gross spielte der Este Kristo Kollo in dieser Phase auf. Dem Annahmespieler gelangen unter anderem zwei Asse in Folge. Insgesamt markierte Kollo starke acht Punkte im zweiten Satz, den „Schöni“ mit 25:19 gewann. Der Spanier Rocamora, in den ersten zwei Saisonspielen mit 54 Punkten der beste Punktesammler des Teams, hatte schon lange eine Verschnaufpause bekommen von Trainer Zharko Ristoski.

Dieser wechselte im dritten Satz weiter, brachte Guerra für Peterlin auf der Aussen- und Hofstede für Hänggi auf der Mitteposition. Das erste Highlight setzte für einmal Luzern, mit einem Service-Winner von Harksen zum 3:2 aus Sicht der Gäste. Es war das erste Mal überhaupt in diesem Spiel, dass Luzern vorne lag. Kurz vor der ersten Auszeit holte sich Schönenwerd die Führung zurück. Beim zweiten Timeout lag das Heimteam immer noch knapp mit einem Punkt vorne. In der entscheidenden Phase blieben die Gelbschwarzen dann aber gleich mehrfach am Block der Innerschweizer hängen: Kollo (19:20), Rocamora (21:23) und schliesslich Guerra beim Satzball (22:25).

War der verlorene Satz nur ein Ausrutscher der Schönenwerder; Resultatkosmetik der Luzerner? Luca Müller beantwortete diese Frage mit einer Serviceserie, die Luzern mit 7:3 in Front brachte. Luzern witterte endgültig wieder eine Chance auf Punkte. Jetzt war es ein Hin und Her: Schönenwerd drehte den Rückstand in ein 13:11, zur zweiten Auszeit stands 16:15 für die Gäste. In der Money Time lagen dann wieder die Schönenwerder mit 21:20 vorne. Ein Punkt von Müller, ein Angriffsfehler von Peterlin sowie ein Kracher von Topskorer Lipscombe, und schon stand es 23:21 für die Gäste aus der Leuchtenstadt. Mit einem Ass zum 25:22 sicherte Häfliger den Luzerner einen viel umjubelten Punkt, dank dem sie den zweiten Tabellenplatz behaupten.

Die Schönenwerder mussten auch im zweiten Heimspiel ins Tiebreak. Gegen Näfels standen sie nach einer 1:0- und 2:1-Führung nach Sätzen am Ende als Verlierer da. Diesmal zogen sie den Kopf noch aus der Schlinge. Obwohl die Luzerner den ersten Matchball hatten. Peterlin wehrte diesen zum 14:14 ab. Im Anschluss schlug Luzerns Topskorer Lipscombe seinen Angriff ins Netz. Hensler wehrte den ersten Matchball der Schönenwerder ab, Guerra sorgte mit einem wuchtigen Angriff in Rücklage für den zweiten. Schliesslich beendete Rocamora den unnötigen Fünfsatz-Krimi.

NLA

3. Runde: Volley Schönenwerd - Luzern 3:2 (25:13, 25:19, 22:25, 22:25, 17:15). Einsiedeln - Amriswil 0:3 (23:25, 17:25, 14:25). Jona - Chênois 2:3 (24:26, 25:15, 25:23, 22:25, 12:15). Lausanne - Näfels 3:0 (25:21, 25:22, 25:19).

Rangliste: 1. Amriswil 4/12. 2. Luzern 3/7. 3. Lausanne 3/6. 4. Schönenwerd 3/6. 5. Chênois 3/5. 6. Näfels 3/2. 7. Jona 4/1. 8. Einsiedeln 3/0.

Nächste Runde: Samstag, 5. November: Näfels - Einsiedeln (18.00, Linthalle). Chênois - Schönenwerd (18.00, Centre Sportif Sous-Moulin). - Sonntag, 6. November: Luzern - Lausanne (15.00, Bahnhofhalle).

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