Schweizerinnen mit versöhnlichem Abschluss gegen Schweden

Schweizerinnen mit versöhnlichem Abschluss gegen Schweden
07.06.2018

Die Schweiz bezwingt bei der grossen internationalen Premiere in der Betoncoupe Arena in Schönenwerd die schwedische Nationalmannschaft 3:2 (25-22, 25-15, 17-25, 21-25, 15-12) und schliesst die European-League-Kampagne mit einer ausgeglichenen Bilanz (3-3) ab.

Ein Sieg; genau das wollten die Schweizerinnen in ihrem letzten Spiel in der European-League. Denn auch wenn die Schweizerinnen sich nicht mehr für das Final Four qualifizieren konnten, so wollte Timo Lippuners Team beim ersten offiziellen Länderspiel in der neu errichteten Betoncoupe Arena in Schönenwerd doch einen Sieg gegen Schweden holen.

Und die Chancen standen gut. Denn in den letzten Spielen konnte das Team von Timo Lippuner überzeugen, wobei die Rückkehr von Maja Storck sicherlich ein wichtiger Faktor war. Mit dieser positiven Energie starteten die Schweizerinnen gegen Schweden in den ersten Satz, der sich als sehr ausgeglichen erwies. Die Heimmannschaft behielt jedoch die Nerven und sicherte den ersten Satz mit 25-22.

Nach dem ersten verlorenen Satz sah sich Schweden gezwungen zu reagieren, denn im anderen Gruppenspiel konnte Estland dank einem 3:0-Sieg gegen den Kosovo die Führung in der Gruppe A an sich reissen. Diesen Druck spürten die Schweizerinnen nicht und dies zeigte sich auch im Resultat. Beflügelt von der 1:0-Führung erarbeiteten sich die Schweizerinnen einen Vorsprung, den sie stets auszubauen wussten. Angeführt von einer effizienten Laura Künzler gewannen die Gastgeberinnen auch den zweiten Satz; dieses Mal mit 25-15 und waren nur noch einen Satz vom Sieg entfernt.

Das Team aus Schweden war kurz davor das letzte Gruppenspiel und gleichzeitig auch den Gruppensieg zu verlieren. Im dritten Satz jedoch spielten die Skandinavierinnen ihre Qualitäten aus und gingen rasch mit 9-6 in Führung. Genau wie die Schweizerinnen liess das Team aus dem hohen Norden ihren Gegnerinnen keine Möglichkeit um in den Satz zurückzufinden. Nach 21 Minuten war auch der dritte Satz bereits vorbei und die Schwedinnen reduzierten dank einem 25-17-Satzsieg den Zwischenstand auf 1:2 aus ihrer Sicht.

Im vierten Satz fing sich die Mannschaft von Timo Lippuner wieder. Beide Teams spielten wie bereits im ersten Durchgang auf Augenhöhe, aber Schweden gab den kleinen Vorsprung, den sie sich erarbeitet hatten nicht aus der Hand. Das Heimteam versuchte mit allen Mitteln diesen Rückstand aufzuholen, aber gegen Ende des Satzes schien die Luft draussen zu sein. Schweden schaffte es tatsächlich dank dem 25-21 den fünften und entscheidenden Satz zu erzwingen.

Im Schlusssatz lieferten beide Teams nochmals einen tollen Schlagabtausch, aber nach dem letzten Timeout beim Stand von 12-11 für die Schweiz, sicherte sich die Heimmannschaft doch noch den Sieg mit einem 15-12 Schlusssatz und bedankte sich bei den über tausend Fans mit einem hart erkämpften Sieg.

Die Schweizerinnen können somit trotz dem verpassten Halbfinale auf eine erfolgreiche European-League-Kampagne zurückblicken. Timo Lippuners Team konnte sich bei der ersten Teilnahme seit 2012 nicht nur den ersten Sieg der Geschichte holen, sondern die Kampagne mit einer ausgeglichenen Bilanz von drei Siegen und drei Niederlagen beenden.

Die Schweizer Volleyballfans können sich in den nächsten Monaten auch auf weitere Spiele der Schweizer Nationalmannschaft freuen. So bestreitet die Schweiz vom 15. August 2018 bis am 9. Januar 2019 die CEV Europameisterschaft in der Slowakei. Die beiden Heimspiele am 19. und 22. August wird die Schweiz wiederum in der Betoncoupe Arena in Schönenwerd bestreiten.

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