Schöni nur 48 Stunden später wieder auf verlorenem Posten

13.03.2016

Am sechsten Spieltag der Pre-Playoffs in der NLA traf Volley Schönenwerd erneut auf den Tabellenführer Amriswil. Zu holen gabs für die Niederämter wie schon in den anderen drei Duellen nichts.

Von Raphael Wermelinger

Nik Busers Team findet in dieser Saison einfach kein Mittel gegen Amriswil. Innert 48 Stunden kassierten die Schönenwerder in den Pre-Playoffs gleich zwei Niederlagen gegen den NLA-Leader. Nichts Neues also: Vier Mal trafen die beiden Klubs in der laufenden Meisterschaft aufeinander, immer setzten sich die Thurgauer mit 3:1 durch. Ein weiteres Duell wird es in dieser Saison nicht mehr geben. Amriswil ist auf Finalkurs, die Titelträume der Schönenwerder sind endgültig geplatzt.

Die Niederämter hatten durchaus die Chance, zumindest endlich wieder einmal einen Punkt gegen ein Top-4-Team einzufahren. Doch nachdem sie ausgleichen konnten, versagten den Schönenwerder im dritten Satz die Nerven. Die Thurgauer liessen in der Folge nichts mehr anbrennen. Herausragend bei Amriswil war Topskorer Steigmeier mit 25 Punkten. Aber auch die starke Abwehr um Libero Samardzic trug ihren Teil zum fünften Sieg im sechsten Playoff-Spiel bei.

Die ersten Ausrufezeichen des Spiels setzte der russische Aussenangreifer Olefir mit zwei Assen in Folge zum 14:9 im ersten Satz. Diesem frühen Rückstand rannten die Schönenwerder in der Folge vergeblich hinterher. Steigmeier, der beste Punktesammler der ganzen NLA, führte die Gastgeber mit sieben Punkten zum ungefährdeten 25:21. Im zweiten Satz erwischten dann die Schönenwerder den besseren Start. Unterstützt durch einige Fehler der Amriswiler lag Schönenwerd zur Satzmitte mit 12:7 vorne. Ein Ass von Richards zum 17:10 und zwei Asse in Folge von Linkshänder Müller zum 23:13 besiegelten den Satzausgleich. Schnider (6), Richards (5), Müller, Hänggi sowie Giger (je 2) punkteten für Volley Schönenwerd. Amriswil steuerte acht Fehler bei.

Im dritten Satz war es dann Amriswil, oder besser gesagt Topskorer Steigmeier, der vorlegte. 6:3 für Amriswil, fünf Punkte kamen von Steigmeier. Schönenwerd hielt vor allem mit Punkten von Schnider dagegen. Kurz bevor die Schlussphase eingeläutet wurde, übernahmen die Gäste aus dem Niederamt dank drei Punkten in Folge die Führung. Weil Schnider aber am Dreierblock Amriswils hängenblieb, hiess es statt Satzball für „Schöni“ wieder 23:23. Und dann setzte auch noch Gerber einen Angriff nebens Feld, was plötzlich den Thurgauern wieder die Chance zur Führung nach Sätzen gab. Schnider wehrte noch einen Satzball ab, danach staubte Olefir am Netz nach einem Hammer-Service von Howatson zum 26:24 für das Heimteam ab.

Nach drei Assen in Serie des Australiers Richards lagen die Schönenwerder im vierten Durchgang mit 8:6 vorne. Amriswil übernahm das Spieldiktat in der Folge aber wieder. Olefir mit mehreren Punkten und erneut Howatson vom Service aus drehten den Spielstand (12:10). Dann ein ärgerlicher Fehler von Passeur Giger, dem der Ball durch die Hände glitt und gleich noch ein Service-Winner von Olefir hinterher zum 15:12 für Amriswil. Am Schluss gings plötzlich blitzschnell, weil sich die Gäste offenbar aufgegeben hatten: Ein Service-Fehler von Giger, eine schlechte Annahme von Gerber und ein Angriff nebens Feld von Schnider zum 17:23 aus Schönenwerder Sicht. Mit einem Ass von Howatson und einem Block gegen Gerber beendete der Leader seine Arbeit.

 

Telegramm

Amriswil – Schönenwerd 3:1

Tellenfeld. – 514 Zuschauer. – SR: Wiederkehr/Rüegg. – Satzresultate: 25:21 (26‘), 18:25 (24‘), 26:24 (29‘), 25:18 (23‘).

Amriswil: Howatson, Steigmeier, Olefir, Ljubicic, Brändli, Tomasik, Samardzic (Libero); Kriech, Fellay.

Schönenwerd: Müller, Giger, Schnider, Richards, Hänggi, Frame, Fischer (Libero); Gerber, Dervisaj.

Bemerkung: Schönenwerd ohne Cody Kessel (verletzt).

 

 

 

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