Schönenwerd unterliegt knapp im Spitzenkampf

Schönenwerd unterliegt knapp im Spitzenkampf
08.01.2017

In einem packenden Duell gelingt es den Volleyballern aus Schönenwerd zwar Leader Amriswil über die volle Spieldistanz zu fordern, schlussendlich aber musste man sich nach fünf Spielsätzen den Ostschweizern beugen. Trotzdem konnten die Solothurner am Samstag erhobenen Hauptes aus dem Tellenfeld nach Hause abreisen, bewies man doch in einem über zweistündigen Abnützungskampf gegen das bisher beste Team der Saison viel Kampfgeist, welcher von Nöten ist um die anstehenden Herausforderungen des neuen Jahres zu meistern.

Von Noel Giger

In der ersten Partie nach der Winterpause wartete direkt ein Hochkaräter auf die Niederämter, gastierte man doch bei dem noch ungeschlagenen Leader aus Amriswil. Nach dem Titelgewinn vergangenen Jahres sind die Ostschweizer auch dieses Jahr das Mass aller Dinge, gefolgt von Volley Schönenwerd welche ihrerseits den zweiten Tabellenrange innehalten und die letzten drei Partien überzeugend für sich entscheiden konnten. 

Keine Geschenke zum Auftakt

Das Spiel hielt von Beginn weg was es im Vorfeld versprach, beide Mannschaften agierten auf einem hohen Niveau und deuteten mit spektakulären Ballwechseln an, dass im heutigen Duell keine Geschenke verteilt werden. Insbesondere die beiden Topscorer erwischten einen ausgezeichneten Tag und punkteten am Laufmeter. In der umkämpften Schlussphase war es der MVP der vergangenen Saison, Steigmeier, der die erste sich bietende Gelegenheit nutzte und mit einem Kracher den Auftaktsatz zugunsten von Amriswil entschied.

Die Niederämter liessen sich davon nicht beirren, hielten dem Druck des Amriswiler Aufschlagspiels stand und konnten ihrerseits mit Rocamora am Service in Führung gehen. Schönenwerds Topscorer blieb auch im weiteren Spielverlauf im Zentrum des Geschehens, der Spanier erhielt von Zuspieler Chevallier die meisten Bälle und erledigte seine Aufgabe souverän. Nicht so sein Gegenpart Steigmeier, dieser tauchte nach dem Seitenwechsel weitgehend ab und musste mit ansehen, wie seine Farben den Ausgleich hinnehmen musste. Die Reaktion darauf folgte sogleich, Amriswil's Howatson lancierte seinen besten Angreifer nun wieder mit jedem zweiten Ball, welcher es ihm mit wuchtigen Abschlüssen dankte. Schönenwerd fand kein Rezept um den Welschschweizer zu stoppen und blieb auf der Strecke, sodass man nun gezwungen war den nächsten Satz zu gewinnen um die Verlängerung zu erzwingen. 

Spannung bis zum Schluss

Mit dem Rücken zur Wand drehten die Niederämter nun mächtig auf, zuerst Kollo mit zwei Blocks in Serie und danach sein Mitspieler Peterlin von der Servicelinie bescherten den Gästen eine erste Führung, welche in der Folge dank Powervolleyball Schönenwerds weiter ausgebaut wurde. Insbesondere der Este Kollo drückte der Partie den Stempel auf und punktete aus allen Positionen, ehe die Solothurner mit einem deutlichen Satzgewinn in die Verlängerung gingen.

Der Abnützungskampf machte sich nun jedoch auf Seiten der Gäste bemerkbar, welche im Angriff nicht mehr die nötige Wucht fanden um den Ball im Feld des Gegners unterzukriegen. Amriswil wusste stets ein Rezept auf die Bälle ihres Gegners und hatten ihrerseits mit Topscorer Steigmeier den überragenden Akteur der Partie in ihren Reihen, welcher den Leader praktisch im Alleingang zum finalen 3:2 Sieg der Ostschweizer führte. Volley Schönenwerd seinerseits zeigte dass die Lücke zum Leader nicht so gross ist wie es die neun Punkte Rückstand in der Tabelle vermuten lassen und kann mit einem guten Gefühl an den Cupkracher von heute Sonntag gegen Näfels reisen.

 

 

Volley Amriswil - Volley Schönenwerd  3:2

Tellenfeld, Amriswil. –700 Zuschauer. – SR: Wolf/Grieder

Satzresultate: 27:25 (31'); 18:25 (24'); 25:21 (28'); 14:25 (23'); 15:9 (21'). Total: 145 Minuten.

Volley Amriswil: Ljubicic, Daniel, Howatson, MuntwylerFellay, Steigmeier,  Eichhorn, Baghdady, Kriech, Stiel, Van BerkelBrändliPrevelCoach: Pavlicevic.

Volley Schönenwerd: Kollo, Hofstede, Rocamora, Mika, Kesten, Chevallier, Hänggi, Frame, Dervisaj, Roth, Peterlin, Fischer. Coach: Ristoski

Bemerkungen:  Schönenwerd ohne Guerra und Giger (beide rekonvaleszent)

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