Schönenwerd siegt in Extremnis

Schönenwerd siegt in Extremnis
29.01.2017

In einer äusserst umkämpften Partie müssen die Niederämter drei Matchbälle abwehren, ehe sie am vergangenen Samstag ihre erste Chance zum Spielgewinn direkt nutzen um  doch noch als Sieger vom Platz zu gehen. Damit endete ein zweistündiger Abnützungskampf auf heimischem Terrain, in denen die als klarer Underdog gestarteten Klosterdörfler den Niederämtern weit mehr Probleme bereiteten als erwartet.

Von Noel Giger

Zunächst sah es nach einem entspannten Abend für den Tabellenzweiten aus. Dieser setzte im ersten Durchgang nahtlos dort an wo man im letzten Heimspiel aufgehört hatte, als man Einsiedeln klar in drei Sätzen vom Platz fegte. Angeführt vom Esten Kollo, dem auffälligsten Spieler der Anfangsphase, konnte man den eigenen Vorteil stetig ausbauen und sicherte sich mit einem fokussierten Spiel verdient den ersten Satz. Auch die Statistik sprach klar für den Gastgeber, welcher in allen Bereichen deutlich überlegen war.

Ermüdungserscheinungen bei Schöni

Eingelullt durch die geringe Gegenwehr der Einsiedler, ging beim Favoriten nach dem Seitenwechsel die Konzentration etwas flöten, was zur Folge hatte dass sich auf beiden Seiten die Eigenfehler drastisch häuften. Zwar lag man dank drei Angriffspunkten von Kollo sowie einem Block von Hofstede früh in Führung, doch der nun immer energischer kämpfende Gegner bereitete den Niederämtern zunehmend Probleme. In der Moneytime war es der gegnerische Topscorer, welcher mit giftigen Aufschlägen das Angriffsspiel Schönenwerds vollends zum Erliegen brachte und seiner Mannschaft so wiederum den Satzgewinn ermöglichte. Es schien als fehlte beim Favoriten die nötige Spritzigkeit, um bei den wie ausgewechselt auftretenden Schwyzern den Ball im Feld unterzubringen.

Stetiges Auf und Ab

Coach Ristoski reagierte mit einem Passeurwechsel, um beim Heimteam für frischen Wind zu sorgen. Diese Massnahme zeigte umgehend Wirkung und Schönenwerd legte einen Blitzstart aufs Parkett. Insbesondere Topscorer Rocamora punktete nun regelmässig, während seine Farben dem Satzgewinn entgegen marschierten. Doch Schönenwerd liess die Überlegenheit aus der letzten Partie vermissen, in der man den Gegner insbesondere am Block dominierte und damit stets unter Kontrolle hatte.  Die Schwyzer schienen ihre Lehren aus dieser Partie gezogen zu haben und sorgten mit schnellen Bällen über die Mitte immer wieder für Probleme bei den Niederämtern.

Auch wenn das Heimteam zwischenzeitlich wieder in Führung lag, folgte darauf sogleich eine Baisse. Einsiedeln nutzte die ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen bestmöglich aus, verteidigte beherzt und sorgte mit platzierten Aufschlägen für Unstimmigkeiten im gegnerischen Spielaufbau. So gelang es den Klosterdörflern tatsächlich noch den Entscheidungssatz zu erzwingen.

Auch wenn Schönenwerd zwischenzeitlich drei Matchbälle abwehren musste, bewies man schlussendlich den längeren Atem und vollendete das Spiel mit einem Servicewinner von Dervisaj. Trotz verlorenem Punkt betonte ein sichtlich erschöpfter Captain Guerra dann auch nach dem Spiel die Köpfe nicht hängen zu lassen, hält man vor Beginn der letzten Spielrunde in der Qualifikation weiterhin den zweiten Tabellenplatz inne, welchen es nun mit allen Kräften zu verteidigen gilt.

 

 

Volley Schönenwerd - VBC Einsiedeln   3:2

Erlimatthalle, Däniken. – 160 Zuschauer. – SR: Wolf/Helmut

Satzresultate: 25:18 (26'); 24:26 (27'); 25:22 (28'); 23:25 (25'); 18:16 (25').. Total: 131 Minuten.

Volley Schönenwerd: Kollo, Hofstede, Guerra, Chevallier, Fischer, Kesten, Hänggi, Frame, Dervisaj, Roth, Peterlin, Rocamora; Coach: Ristoski.

VBC Einsiedeln: Döös, Schnüriger, Ulrich, Milanez, Kälin, Wyss, Prajzler, Lux, Kaufer; Coach: Husi.

Bemerkungen:  Schönenwerd ohne Giger (rekonvaleszent)

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