Schönenwerd reüssiert gegen Lausanne

16.04.2017

Nach dem bitteren Ausscheiden der Niederämter gegen Langzeitrivale Näfels im Halbfinal der diesjährigen Playoffs gelang Schönenwerd auswärts gegen den Traditionsclub aus Lausanne die erhoffte Reaktion. Trotz Einbruch im zweiten Satz konnte Schönenwerd die restlichen drei Sätze für sich zu entscheiden und dadurch im Kampf um die Bronzemedaille einen entscheidenden Schritt nach vorn machen.

Von Noel Giger

Die Romands schienen ihr Halbfinalout gegen Amriswil aber besser verarbeitet zu haben als ihr Gegenüber, lagen sie schon kurz nach Anpfiff deutlich in Front. Bei den Schwarz-Gelben passte anfänglich wenig bis gar nichts zusammen, es dauerte bis zur Satzmitte ehe der Este Kollo mit seinen Sprungaufschlägen seine Mannschaft wieder heranbrachte. Lausanne wirkte bemüht, aber insbesondere ihre Flügelspieler blieben nun des Öfteren am gegnerischen Block hängen und ermöglichten es Schönenwerd so Punkt für Punkt heranzuziehen. Schlussendlich waren es die Schönenwerder, welche in der Moneytime das glücklichere Händchen hatten und den Auftaktsatz in Extremnis noch für sich entscheiden konnten.

Schöni taucht ab
Die Mannschaft um Coach Ristoski schien aber nichts aus dem Fehlstart des ersten Satzes gelernt zu haben, ging man auch nach dem Seitenwechsel sogleich wieder auf Tauchstation. Lausanne agierte nach Belieben und musste sich seinerseits wenig Sorgen um die Offensive des Gegners machen, da die Niederämter ihre Bälle gleich reihenweise im Block von Lausanne oder ausserhalb des Feldes platzierten. Dieser Einbruch im Spiel der Gäste wiederspiegelte sich dementsprechend auf der Anzeigetafel, der Satz ging mit deutlichem Vorsprung an die Platzherren.


Schönenwerd verdaute diesen Tiefschlag erstaunlich gut, gelang es den kurz zuvor noch dominante Gegner plötzlich wieder in die Schranken zu weisen und mit einem  ersten Vorsprung in die technische Auszeit zu gehen. Speziell Topscorer Rocamora zeigte sich wie ausgewechselt und verbuchte nun wichtige Punkte am Aufschlag sowie im Angriff. Aber auch Annahmespieler Kollo erwies sich als steter Unruheherd, den die Welschschweizer selten bis nie unter Kontrolle brachten. Lausanne reagierte mit mehreren taktischen Wechseln, welche ihre Wirkung aber verfehlten. Zu abgeklärt agierte Schönenwerd, als dass man den Gegner nach zwischenzeitlicher Führung wieder zurück ins Spiel gelassen hätte. Nachdem man den dritten Satz für sich entscheiden konnte, hielten die Solothurner das Tempo weiter hoch und erstickte die Hoffnung der Gastgeber auf ein Comeback schon im Keim. Nach knapp zwei Stunden Spielzeit war es Schönenwerd, das nach einem Aufschlagfehler der Romands das Spiel für sich entschieden und dadurch einen entscheidenden Schritt Richtung Bronzemedaille machen konnte.


Kann Volley Schönenwerd sein volles Potenzial abrufen?
Entscheidend für den Sieg der Schönenwerder dürfte schlussendlich deren tiefe Fehlerquote gewesen sein, welche man nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich an den Tag legte und die es den Niederämtern ermöglichte ihren Gegner aus der Welschschweiz über die ganze zweite Spielhälfte unter Kontrolle zu halten. Gelingt es den Solothurnern im Rückspiel am kommenden Samstag dort anzusetzen wo man in Lausanne aufgehört hat und mit einer ähnlich konsequenten Leistung zu Werke zu gehen, dann wird es für den Universitätsclub äusserst schwer, in der Erlimatthalle als Sieger vom Feld zu gehen.

 

 

Lausanne UC - Volley Schönenwerd   1:3

DorignyLausanne. – 350 Zuschauer. – SRStanisic/Wiederkehr

Satzresultate: 24:26‬ (28'); 25:14 (25'); 20:25 (25'); 19:25 (26'). Total: 104 Minuten.

Lausanne UC: Carrel, KonciljaTomasetti, Stefanovic, Zeller, Altanov, Brzakovic, Sysoev, Bozic, Djokic; Coach: Carrel.

Volley Schönenwerd: Kollo, Roth, Giger, Rocamora, Guerra, Chevallier, Hänggi, Frame, DervisajPeterlin, Gerber, FischerCoach: Ristoski.

Bemerkungen: Schönenwerd ohne Hofstede (rekonvaleszent)

zurück zur Newsübersicht