Schönenwerd mit „bester Saisonleistung“ zum lockeren 3:0-Sieg

Schönenwerd mit „bester Saisonleistung“ zum lockeren 3:0-Sieg
14.12.2015

Mit Chênois wartete auf Volley Schönenwerd am zweitletzten Spieltag der Quali-Vorrunde ein Gegner, der zuletzt mit zwei Siegen aufsteigende Tendenzen gezeigt hatte. Die Genfer klopften an die Playoff-Tür. Doch im Niederamt gabs nichts zu holen.        

 

von Raphael Wermelinger

 

http://www.aargauerzeitung.ch/sport/solothurn/schoenenwerd-mit-bester-saisonleistung-zum-lockeren-30-sieg-129811577

Der sechsfache Schweizer Meister wurde von den Schönenwerdern richtiggehend aus der Halle gefegt. Von Chênois kam sehr wenig Gegenwehr, was auch Schönenwerds Trainer Nik Buser erstaunte: „Wir hatten uns eigentlich auf gefährliche Services eingestellt. Doch nur Guerra hatte einmal eine gute Serie. Auf ihre grösste Stärke, die Block-Abwehr, waren wir sehr gut eingestellt.“ Angetrieben wurden die Schönenwerder von Captain Jan Schnider in Bestform. Dass der Topskorer momentan „noch gut drauf sei“, war etwas untertrieben von Coach Buser. Schnider buchte insgesamt 17 Punkte, davon nicht weniger als sieben direkt mit dem Aufschlag. Zum besten Spieler des Heimteams wurde aber am Ende Passeur Reto Giger gewählt, was ebenfalls berechtigt war. Der 23-Jährige lenkte sein Team nicht nur souverän und variantenreich, sondern konnte sich zudem drei Blocks und einen Service-Winner gutschreiben lassen.

Die breite Bank

Das Heimteam lag im ersten Durchgang zwar nie zurück, doch nach dem Blitzstart es gab eine kritische Phase, als Chênois mit fünf Punkten in Serie auf 9:10 verkürzte. Buser reagierte mit seinem einzigen Wechsel des ganzen Spiels und brachte Jordan Richards für Leandro Gerber. „Leo hatte keinen guten Start, deshalb war der Wechsel gerechtfertigt“, sagte Buser nach dem Spiel. „Ich habe momentan eine sehr breite Bank, hätte auch einen anderen Spieler bringen können.“ Er entschied sich für den Australier, der zuletzt noch angeschlagen war. Richards gab seinem Coach keinen Grund mehr, ihn wieder vom Feld zu nehmen. Mit zwölf Punkten, elf erfolgreiche Angriffe und ein Service-Winner, war Richards Schönenwerds zweitbester Punktesammler gegen Chênois. Mit ihm fingen sich die Gastgeber schnell wieder und holten sich den ersten Satz souverän mit 25:18.

Anfangs des zweiten Satzes ein neues Gefühl für die Schönenwerder: ein Rückstand. Doch sie liessen sich auch davon nicht aus der Ruhe bringen und drehten den Spielstand mit vier Punkten in Serie vom 5:7 zum 9:7 – Schnider über aussen, Block von Frame, Service-Winner Richards ein Block von Giger. Mit einem weiteren herrlichen Block, diesmal von Schnider gegen Palharini, und einem anschliessenden Service-Winner von Christoph Hänggi erhöhte Schönenwerd auf 17:12. Schnider und Hänggi wechselten sich in der Schlussphase von Satz zwei mit Highlights ab. Schnider skorte zuerst gleich zweimal in Folge vom Service aus (20:14), Hänggi verwertete wenig später den dritten Satzball mit einem wuchtigen Angriff durch die Mitte. Bester Skorer der Niederämter in Satz zwei war Richards mit sechs Punkten.

Nun gegen Näfels

Im dritten Satz setzte Passeur Reto Giger mit einem Monsterblock gegen den Mexikaner Carlos Guerra zum 5:4 die erste Duftmarke. Mit Schnider am Aufschlag legte Schönenwerd nach und erhöhte sogleich auf 9:4. Jetzt trumpfte plötzlich auch noch Cody Kessel, Schönenwerds zweiter Ausländer auf: Mit einem Ass und einem Service-Winner stellte der US-Amerikaner auf 15:9. Das war bereits die Entscheidung. Spätestens nachdem Guerra seinen Service zum 14:19 aus Genfer Sich ins Netz spediert hatte, war auch Schönenwerds Coach Nik Buser der drei Punkte sicher, was seine geballte Faust verdeutlichte. Standesgemäss durfte Topskorer Jan Schnider den Match nach 74 Minuten Spielzeit mit einem Hammer über die Aussenbahn beenden. „Das war wahrscheinlich unsere bisher beste Leistung in dieser Saison“, sagte Buser nach dem vierten Saisonsieg. „Im letzten Spiel gegen Einsiedeln war die Defensive gut, die Offensive naja, diesmal war auch unsere Offensive gut. Die Saison ist bis jetzt ein Steigerungslauf für uns.“ So soll es sein. Chênois haben sich die fünftplatzierten Schönenwerder auf jeden Fall vom Leibe gehalten, fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf den ersten Nicht-Playoff-Platz. Der Rückstand auf den Tabellenvierten Amriswil beläuft sich auf vier Zähler. Im letzten Meisterschaftsspiel des Jahres trifft Schönenwerd Jahres am nächsten Samstag auswärts auf das zweitrangierte Näfels.

 

Telegramm:

Schönenwerd – Chênois 3:0 Erlimatthalle. – 320 Zuschauer. – SR: Stanisic/Sanapo. – Satzresultate: 25:18 (24‘), 25:21 (28‘), 25:15 (22‘). Schönenwerd: Kessel, R. Giger, Gerber, Hänggi, Frame, Schnider, Heimgartner (L); Richards. Chênois: Abramov, Guerra, Blazy, Ruca, Palharini, Taghin, Huber (L); Schaller, Tomasetti, Chandon, Perez. Bemerkung: Reto Giger (Volley Schönenwerd) und Adrien Taghin (Chênois) als beste Spieler ihres Teams ausgezeichnet.

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