Schönenwerd kann den Cup-Fluch nicht besiegen

09.01.2017

Wie schon im vergangenen Jahr kann Schönenwerd ein frühzeitiges Aus im Cup nicht verhindern und unterlag am vergangenen Sonntag im Achtelfinal einem stark aufspielenden Biogas Volley Näfels. Die Niederämter verpassten es im Startsatz ihre diversen Chancen zu nutzen und schienen diesen Patzer über die gesamte Spieldauer nie richtig verdauen zu können. Zwar liess der zwischenzeitliche Satzgewinn die Hoffnungen wieder etwas aufflackern, doch schlussendlich war es zu wenig um einen souverän auftretenden Gegner in Bedrängnis zu bringen.

Von Noel Giger

Obwohl Schönenwerd in der Tabelle vor Näfels platziert ist, galt es aufgrund der diesjährigen Direktbegegnung die Glarner leicht zu favorisieren, da diese beide bisher ausgetragenen Partien für sich entscheiden konnten. Doch im Cup werden die Karten bekanntlich neu gemischt und die Niederämter reisten nach einem starken Auftritt beim Leader mit einem guten Gefühl an diese wichtige Partie ins Glarnerland.

Startsatz verschenkt

Den Niederämtern schien der Fünfsätzer vom gestrigen Kracher noch in den Knochen zu stecken, während der Gastgeber von Beginn an hellwach auftrat. Insbesondere ihr Offensivmann Vukasinovic stellte seine Gefährlichkeit in Angriff und am Aufschlag regelmässig unter Beweis. Ein früh eingespielter Rückstand war an diesem Abend ein Manko der Niederämter, dass ihnen in allen Durchgängen das Leben schwer machte und einen konstanten Druck auf die Spieler von Coach Ristoski ausübte. Trotzdem bewies sein Team in dieser Phase Geduld, pirschte sich erst mit guten Aufschlägen von Kollo sowie kurz darauf von Rocamora an den Gegner heran und nötigten diesen zu mehr Eigenfehlern. In der Moneytime kontrollierte Schönenwerd das Geschehen am Netz und sah sich schon dem Seitenwechsel nahe, ehe man vier Satzbälle in Serie vergab und Näfels noch vorbeiziehen liess. Dieser Verlust sollte sich noch als Schlüsselmoment erweisen, denn erneut wurden die Solothurner nach dem Seitenwechsel kalt geduscht. Die Glarner und insbesondere deren Blockspieler Walzer sorgten dafür dass die gegnerischen Angriffsbälle mehrheitlich in deren eigener Feldhälfte landeten, während die Gäste wohl noch dem verlorenen Startsatz nachtrauerten. Zwar legten die Niederämter erneut einen grossen Kampfgeist an den Tag als man den eigehandelten Rückstand auf zwei Punkte minimierte, aber die früh eingespielte Hypothek war schlicht zu hoch als dass Näfels dem Gegner noch etwas zugestanden hätte und Schönenwerd musste mit einem 0:2 Defizit in die Pause.

Guerra als Lichtblick

Nach einem erneuten Blitzstart der Glarner liessen sich diese wohl in einer falschen Sicherheit wähnen, denn urplötzlich war es Schönenwerd welche angeführt durch den eingewechselten Mexikaner Guerra das Spieldiktat übernahmen. Dieser übernahm in brenzligen Situationen die Verantwortung und trieb seine Mitspieler trotz einer pendenten Wadenverletzung stetig an. Seine Aufschläge und eine wiedererstarke Schönenwerder Verteidigung waren schlussendlich für den Satzgewinn verantwortlich und liessen die mitgereisten Fans auf einen Turnaround hoffen.

Eine frühe Führung im vierten Satz sollte das letzte Mal gewesen sein dass die Gelb-Schwarzen an diesem Abend die Nase vorn hatten denn die Glarner mit Martinez und Vukasinovic im Angriff powerten fortan unermüdlich weiter und drehten das Spielgeschehen zugunsten der Platzherren. Zwar hatte Schönenwerd danach noch Chancen zum Gegner aufzuschliessen, doch im entscheidenden Moment blieb man stets am bestens instruierten Block von Näfels hängen und konnte die sich abzeichnende Niederlage nicht mehr abwenden. 

Schönenwerd unterliegt im Achtelfinal einem starken Volley Näfels und verabschiedet sich damit aus dem Schweizer Cup. Der Fokus liegt nun komplett auf der Meisterschaft, in der es am kommenden Sonntag zu Hause gegen Einsiedeln geht.

 

 

Biogas Volley Näfels - Volley Schönenwerd  3:1

Sporthalle Buchholz, Glarus. – 250 Zuschauer. – SR: Grieder/Wiederkehr

Satzresultate: 27:25 (28'); 25:20 (25'); 21:25 (26'); 25:21 (27'). Total: 96 Minuten.

Volley Näfels: VukasinovicGygli, Walzer, Riedi, Giger, Sutter,  RadomskiSüess, Fort, WunderleEhrat, Martinez, RooseweltCoach: Polak.

Volley Schönenwerd: Kollo, Hofstede, Rocamora, Mika, Guerra, Chevallier, Hänggi, Frame, Dervisaj, Roth, Peterlin, Fischer. Coach: Ristoski

Bemerkungen:  Schönenwerd ohne Giger (rekonvaleszent)

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