Schönenwerd in Rücklage

08.04.2017

Nach misslungenen zwei Startsätzen in der Auftaktpartie des Playoff-Halbfinals lancieren die Volleyballer aus Schönenwerd eine veritable Aufholjagd, müssen sich aber trotz zahlreicher Chancen zum Ausgleich einem starken Volley Näfels in vier Sätzen beugen.

 

Von Noel Giger

Am kommenden Samstag steht Schönenwerd nun unter Zugzwang, will man den Traum vom Titel am Leben erhalten.

Die Glarner gingen als Favoriten in die Best-of-three Serie, sahen sich aber schon früh im ersten Satz mit mehreren Punkten Rückstand konfrontiert. Hänggi mit starken Blocks auf Näfels Vukasinovic war für das Polster besorgt, welches aber kurz darauf dank starken Aufschlägen von Näfels zu schmelzen begann. Während man zu Beginn noch druckvoll und kompromisslos zu Werke ging, fand man plötzlich kein Rezept gegen Näfels Offensive mehr. Die Niederämter mussten fast machtlos mit ansehen wie der Gegner sie noch auf der Zielgerade überholte und beim Seitenwechsel mit einem Satz in Front lag.

Den Schwung des Satzgewinns konnte Näfels direkt mitnehmen und setzte Schönenwerd sogleich wieder unter Druck. Coach Ristoski reagierte mit Wechseln. Dennoch sahen sich die Niederämter plötzlich mit einem Zweisatzrückstand konfrontiert.

Mit dem Rücken zur Wand mobilisierte Schönenwerd ungeahnte Kräfte, während Näfels den Fuss etwas vom Gas nahm. Insbesondere dereingewechselte Peterlin hatte mit starken Aktionen im Angriff sowie mit kontrollierten Bällen in der Annahme einen positiven Einfluss auf das Spiel der Gäste, welche plötzlich die Oberhand hatten. Auch Junior Dervisaj brachte sich bestmöglich in die Partie ein und vollstreckte im entscheidenden Moment die Bälle gleich im Alleingang. Nun gelang es Schönenwerd, die stark kämpfenden Glarner niederzuringen und den Anschluss zu erzielen.

Auch nach dem Seitenwechsel sah es lange gut aus für die Schwarz-Gelben. Nach umkämpftem Startsatz legten die Schönenwerder erstmals vor, mussten sich aber in der Money-Time dank individueller Klasse von Näfels Vukasinovic erneut den Rang ablaufen lassen. Die Niederämterstehen daher nun mit dem Rücken zur Wand, muss man doch die kommenden zwei Partien gewinnen, um noch in den Playoff-Final einzuziehen. Anpfiff ist am kommenden Samstag um 17.00 in Däniken.

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