Schönenwerd entscheidet Fünfsatz-Krimi für sich

Schönenwerd entscheidet Fünfsatz-Krimi für sich
17.01.2016

Nach einem guten Auftritt gegen den Leader aus Lausanne, welcher leider nicht mit Punkten belohnt wurde, galt es am vergangenen Samstag beim Auswärtsspiel in JonBoden gutzumachen, um den diesjährigen Playoffs einen weiteren Schritt näher zu kommenSchönenwerds Coach Buser zeigte sich vor der Partie zuversichtlich, dass ein extremer Exploit des Gegners nötig wäre, um den Schönenwerder in dieser Partie Punkte strittig zu machen, da der Gastgeber aus Jona zurzeit Punktgleich mit Luzern und Chenois den letzten Tabellenplatz innehält.

Von Noel Giger

Dass jedoch keiner der Gegner am Tabellenende auf die leichte Schulter genommen werden darf zeigte sich diese Saison schon des Öfteren, als vermeintlich schwächere Teams wie Luzern oder Jona favorisierte Mannschaften arg in Bedrängnis brachten. Im Gegensatz zum vergangenen Wochenende mit Gerber in der Startaufstellung, dafür ohne US-Import Kessel der sich vergangenes Wochenende am Knöchel verletzt hatte, startete „Schöni“ in eine turbulente Partie, welche zu Beginn jedoch klar zugunsten der Gäste aus dem Niederamt verlief. Ohne ein allzu grosses Risiko einzugehen gelang es Schönenwerd dem Gegner jeweils den Aufschlag abzunehmen, während man selber mit druckvollen Anspielen den Gegner unter Zugzwang bringen konnte. Eine erste Serie von Rückkehrer Gerber, welcher mit zwei Servicewinnern eine Duftmarke setzte, brachte Schönenwerd ein komfortables Polster ein (12:15). Mit einer disziplinierten Defensivarbeit und gut platzierten Bällen von Topscorer Schnider in der Offensive gelang es diesen Vorsprung problemlos über die Runden zu bringen (19:25).

Ähnlich das Geschehen im zweiten Durchgang, diesmal jedoch war es der Australier Richards, welcher mit zwei Geschossen von der Aufschlaglinie für Punkte besorgt war. Jona agierte in der ersten Hälfe der Partie über weite Strecken viel zu fehleranfällig und so hatten die überzeugend aufspielenden Schönenwerder kein Problem, der Partie ihren Stempel aufzudrücken. Nach einer erneuten Aufschlagserie von Schnider sowie guter Blockarbeit in Person von Hänggi und Giger lag Jona zur Satzmitte bereits mit fünf Punkten zurück. Diese Hypothek erwies sich als zu Hoch für den Gastgeber, bei denen der Niederländer Brouwer der einzige Spieler war, welcher regelmässig punktete. Mit einer 2:0 Satzführung ging Schönenwerd in die Halbzeitpause.

Jona-Coach Winteler schien in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben, denn kaum zurück auf dem Feld legten seine Mannen los wie die Feuerwehr und erwischten den Favoriten aus Solothurn sogleich auf dem falschen Fuss. Insbesondere die Annahme Schönenwerds strauchelte des Öfteren, während Jona auch gut geschlagene Bälle der Gäste erfolgreich entschärften und in Punkte umwandelte. Schönenwerd biss sich im weiteren Verlauf der Partie noch des Öfteren an der aufopfernd kämpfenden Defensive des Gegners die Zähne aus. Aber nicht nur in der Defensive trat der Gegner im Vergleich zu den ersten beiden Sätzen um einiges überzeugender auf, sondern auch im Angriff fanden die Joner mit cleveren Bällen einen Weg um den Niederämter Block herum. 

Somit musste „Schöni“ den dritten Satz abschreiben und auch im vierten Durchgang schien der Gastgeber über weite Strecken am längeren Hebel zu sitzen. Jona war nun vollends in der Partie angekommen, während bei Schönenwerd von der Selbstsicherheit aus den ersten beiden Sätzen nicht mehr viel zu spüren war. Mit einem Wechsel auf der Zuspielerposition kam wieder etwas frischer Wind in die Reihen der Schönenwerder, welchen in Extremnis der Anschluss gelang. Jona blieb in der Folge aber makellos im Sideout, während die Gäste nach einer verpatzten Annahme den Satzausgleich hinnehmen mussten.

Spätestens nachdem Jonas Topscorer Roos im Tiebreak sein Aufschlag zur 11:8 Führung ins Feld schlug, schrillten bei den Niederämter sämtliche Alarmglocken. Was im Gegenzug jedoch Schönenwerds Topscorer Schnider von der Aufschlaglinie zeigte, kann gut und gern als individuelle Meisterleistung abgetan werden: Angefangen mit einem direktem Servicewinner realisierte er mit fünf Aufschlägen in Serie das Comeback, welches dank grosser Unterstützung seiner Teamkameraden schliesslich zum Satz und Matchgewinn vollendet wurde.

Schönenwerd holt somit, wenn auch in Extremnis, wichtige Punkte im Hinblick auf die Playoffs und verbessert seinen Vorsprung auf den siebten Tabellenrang auf sechs Zähler. Mit Volley Top Luzern empfängt man nächstes Wochenende ein weiteres Team aus der unteren Tabellenregion, gegen welche man nach dem schmerzhaften Cup-Aus noch eine offene Rechnung zu begleichen hat.

 

 

 

Burgerstein Vitamine Volley Jona - Volley Schönenwerd   2:3

Turnhalle GrünfeldRapperswil-Jona. – 200 Zuschauer. – SRGrieder/Wüthrich

Satzresultate: 19:25 (24'); 17:25 (23'); 25:18 (26'); 26:24 (30'); 12:15 (17'). Total: 120 Minuten.

Volley Jona: Aebli, Riedi, Stadelmann, Huser, Oliveras, Meier, Bürgi, Beeler, Brouwer, Heidrich, Roos;

Coach: Winteler.

Volley SchönenwerdGiger N.Giger R., Fischer, HeimgartnerMüller, Gerber, Hänggi, Frame, Dervisaj, Schnider, Kesten;

Coach: Buser.

Bemerkungen: Schönenwerd ohne Hofstede (rekonvaleszent) und Kessel (verletzt)

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