Schönenwerd bereits mit einem Fuss im Halbfinal

20.03.2017

Für die Schönenwerder Volleyballer begannen die Playoffs der Saison 2016/2017 nach Mass. In der Partie vom vergangenen Sonntag gelang es den Niederämtern den Underdog aus Jona klar in drei Sätzen zu schlagen. Der Favorit hatte trotz Auswärtspartie das Geschehen jederzeit unter Kontrolle und könnte bereits am kommenden Samstag mit einem Sieg in den Playoffhalbfinal einziehen.

Von Noel Giger

Die Volleyballer vom Obersee scheinen den Solothurnern zu liegen, in den bisherigen drei Partien gelang es zwei mal das Punktemaximum einzufahren, nur einmal musste man gegen Jona in die Verlängerung. In den Playoffs werden die Karten jedoch neu gemischt und so betonte Coach Ristoski vor der Partie, das am Ende des Tages nur der Sieg zählt, alles Andere sei Beilage.

Seine Stammsechs liess seinen Worten Taten folgen und startete druckvoll in die Partie. Kollo zuerst im Angriff und später am Aufschlag setzte eine erste Duftmarke und besorgte seinen Farben ein beruhigendes Polster. Jona seinerseits schien überrumpelt und fand gegen die gegnerische Offensive zunächst kein Rezept. 

 

Schwächephase schnell überwunden
Dass die Ostschweizer zu mehr im Stande waren, zeigte sich gen Satzmitte, als diese mit giftigen Aufschlägen den Spielaufbau der Gäste vor immense Probleme stellten. Schönenwerd seinerseits fing sich rechtzeitig wieder und setzte der Aufholjagd des Gegners ein Ende, indem es deren Topscorer Mezhonov zwei Mal in Serie abblockte. Der Satzgewinn war daraufhin nur noch Formsache, die von Topscorer Rocamora mit wuchtigen Angriffen bewerkstelligt wurde.


Obwohl Jona nach dem Seitenwechsel erstmals in dieser Partie in Führung lag, gelang es den Platzherren trotzdem nicht, über längere Zeit am Drücker zu bleiben. Zu gross war die technische und physische Überlegenheit der Niederämter, welche dank den Servicegeschossen von Mexikaner Guerra den Score wieder zu den eigenen Gunsten korrigierten. Fortan waren es nur noch die Schwarz-Gelben die agierten, Jona seinerseits fand kein Rezept um die druckvollen Aufschläge des Gegners unter Kontrolle zu bekommen und falls doch, so endeten deren Bälle meist im sauber gestellten Schönenwerder Block.


Kurzer Prozess nach der Pause
Die klare Führung Schönenwerds zur Halbzeitpause, war dementsprechend mehr als gerechtfertigt - für einen erfolgreichen Playoffauftakt galt es aber noch einen weiteren Satz einzufahren und dementsprechend fokussiert ging 'Schöni' zu Werke. Erneut  ebnete der Este Kollo von der Aufschlaglinie aus den Weg für eine frühe Führung, welche Schönenwerd im weiteren Spielverlauf nicht mehr aus der Hand gab. Zu abgeklärt agierten die Gäste bei den wichtigen Punkten, als dass die Ostschweizer in der gestrigen Partie auf Etwas Zählbares hätten hoffen können. Zuspieler Chevallier lancierte seine Angriffsspieler mustergültig und so wurde der letzte Durchgang zu einem regelrechten Schaulaufen der Schönenwerder, das im 3:0 Vollerfolg sein verdientes Ende fand.


Die Schönenwerder Volleyballer können also schon am kommenden Samstag mit einem weiteren Sieg bereits alles klar machen und damit hoffentlich ein Entscheidungsspiel vermeiden. Treten die Solothurner zu Hause ähnlich energisch auf wie in der Auftaktpartie, so wird es schwer für Jona in der Erlimatthalle auf etwas Zählbares zu kommen.

 

 

 

Volley Jona - Volley Schönenwerd  0:3

Rain, Jona. – 300 Zuschauer. – SR: Tschrischnig/Sikanjic
Satzresultate: 21:25 (28'); 14:25 (23'); 18:25 (22'). Total: 76 Minuten.
Volley Jona: Aebli, Beeler, Bürgi, Heidrich, HuserMaag, Meier, MezhonnovRiedi, Stadelmann, ZoodsmaCoach: Winteler.
Volley Schönenwerd: Kollo, Hofstede, Rocamora, Guerra, Giger, Chevallier, Hänggi, Frame, DervisajGerberPeterlin, Fischer. Coach: Ristoski
Bemerkungen:  Schönenwerd ohne Kesten

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