Etwas mehr Glück als Verstand

Etwas mehr Glück als Verstand
11.01.2015

Von Anja Nicol

In der Regel ist in jeder Meisterschaft das erste Spiel nach der Weihnachtspause nicht geprägt von überschäumender Energie, punktpräzisen Ballführungen und reibungsloser Verständigung im Team. Das spürte auch das Damen 2 im ersten Match im Jahre 2015 gegen Stein, und war unter dem Strich froh, drei Siegpunkte nach Hause geholt zu haben.

Da sich Rahel Wermelinger im letzten Spiel vor Weihnachten verletzt hatte und für den Rest der Saison ausfällt, startete der TVS mit Romina Baur und ohne Ersatzpasseuse ins Spiel. Die Passeuse hatte von Anfang an keinen leichten Stand. In Abnahme und Verteidigung spielte das zweite Damenteam des TVS klar unter seinem Niveau und verdankte etliche Punkte der Tatsache, dass der VBC Stein kein angriffsstarkes Team ist und dem TVS so wenigstens das Leben nicht extra schwer machte. Die wenigen Schönenwerdner Angriffe, die mit einem sauberen Aufbau zustande kamen, liessen leider auch die Kraft und Ballsicherheit vermissen, die das Damen 2 erst noch vor Weihnachten zeigte. Schlussendlich konnte der erste Satz mit 25:23 gewonnen und einigermassen zuversichtlich in den zweiten Satz gestartet werden.

Die angezogene Handbremse löste sich auch im zweiten Satz nicht. Im Gegenteil, Stein drängte das Heimteam vermehrt mit ihrem Service an die Wand und zeigte sehr viel Einsatz in der Verteidigung. Die Schönenwerdnerinnen fanden kein Mittel, um zum gewohnten Spiel zu finden. Der Satz musste nach einigen Aufs und Abs mit 23:25 verloren gegeben werden.

Nach diesem Satz schien die Wende gekommen zu sein, so schien es zumindest 25 Punkte lang. Der VBC Stein musste sich mit 13 Punkten zufrieden geben, und zum ersten Mal in diesem Spiel spürte man wieder die alte Spielfreude bei den TVSlerinnen. Auch wenn die Kommunikation im Team und insbesondere die Arbeit in Abnahme und Verteidigung zu wünschen übrig liessen, so war es doch eine erfreuliche Leistung. Eine Leistung, die zu Beginn des vierten Satzes auch weitergezogen werden konnte. Es schien klar, welche Mannschaft als Sieger aus der Halle gehen würde. Leider begann dann beim TVS eine Berg- und Talfahrt, die den Niederämterinnen noch um ein Haar den Matchgewinn gekostet hätte. Vier Matchbälle hatten sie - drei brauchten sie, bevor sie den Sieg auf sicher hatten und 25:23 gewannen.

Es war alles in allem ein Spiel, dass schwierig zu spielen und genauso schwierig zu coachen war. Bis zum nächsten Spiel gegen Oftringen können nun noch die Neujahrsfalten ausgebügelt und der rote Faden der bisherigen Saison wiedergefunden werden. Denn eines ist sicher, der Erfolgskurs soll nicht aufgegeben werden.

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