Erst gütig, dann schlecht belohnt – Schönenwerd unterliegt Meister Lausanne im zweiten Duell der Saison mit 1:3

Erst gütig, dann schlecht belohnt – Schönenwerd unterliegt Meister Lausanne im zweiten Duell der Saison mit 1:3
03.12.2018

Beim letzten Aufeinandertreffen von Schönenwerd und Lausanne ging Schönenwerd überraschend als Sieger vom Platz. Doch diesmal revanchierte sich Lausanne.

 

Zum Saisonauftakt hatte Schönenwerd den Meister geschockt. Gleich mit 3:0 setzten sich die Niederämter auswärts in Lausanne durch. «Schöni» bestätigte die gute Frühform mit fünf Siegen in den folgenden sechs Spielen. Einzig der noch makellose Titelfavorit Amriswil war zu stark für das Team von Trainer Bujar Dervisaj. Titelverteidiger Lausanne UC unterlag im ersten Drittel der Qualifikation nebst Amriswil und Schönenwerd auch noch Chênois.

Vor dem zweiten Duell mit Lausanne warnte Schönenwerds Sportchef Daniel Bühlmann, dass sich die Westschweizer steigern werden. Das Resultat im ersten Aufeinandertreffen fiel eher zu deutlich aus. «Es war ein enges Spiel, die Sätze waren umkämpft. Vom zweiten Aufeinandertreffen erwarte ich ein Duell auf Augenhöhe.» Das war zumindest in den Sätzen drei und vier der Fall. In den ersten beiden Durchgängen zeigte sich der Meister schlicht abgeklärter.

 

Lausanne startet Aufholjagd

Den ersten Satz hätten die Schönenwerder nicht verlieren dürfen. Angeführt vom starken Diagonalangreifer Daniel Rocamora lagen die Gastgeber scheinbar ungefährdet mit 20:15 vorne. Lausanne blies mit Björn Hoehne am Service zur Aufholjagd. Nach einem Winner des Deutschen, einem Block und einem Angriffsfehler von Schönenwerd-Topskorer Luca Ulrich stand es 21:21. Nach je zwei Sideouts schenkten die Schönenwerder den Gästen den ersten Satzball. In Form des zweiten Aufstellungsfehlers im ersten Satz. Danach flatterten auch beim Spanier Rocamora die Nerven. Sein ins Seitenaus geschlagener Angriff brachte LUC mit 1:0 in Führung.

Der zweite Satz war mit 21:25 eine klare Angelegenheit und so schwanden die Hoffnungen beim Heimpublikum in der Betoncoupe Arena. Wenig später wähnten sich die meisten Zuschauer wohl schon auf dem Heimweg, Lausanne führte mit 10:6. Doch Schönenwerd zeigte Kampfgeist und markierte sechs Punkten in Folge. Der entfesselte Marcin Ernastowicz war alleine für vier verantwortlich. Noch wichtiger wurde der polnische Aussenangreifer am Ende des Satzes. Lausanne hatte mittlerweile die Führung wieder übernommen. Ernastowicz verkürzte auf 21:22, die Schönenwerder mit einem Dreierblock aus und wiederum Ernastowicz brachte sie endgültig in Front. Rocamora nutzte den ersten Satzball, «Schöni» war zurück im Spiel.

Dieses wurde nun immer umkämpfter. Das erhoffte Spektakel auf Augenhöhe mit dramatisch langen Ballwechseln, die indes meistens zugunsten des Titelverteidigers endeten. Zweimal bekamen die Schönenwerder noch die Chance zum Satzausgleich. Doch bei 24:23 schlug Captain Samuel Ehrat den Service ins Netz, Ernastowicz tat es ihm bei 27:26 gleich. Es folgte ein Ass von Lausannes Norweger Jonas Kvalen. Ein Fehler von Schönenwerd-Passeur Scott Fifer sorgte nach mehr als zweieinhalb Stunden für den Schlusspunkt. Trotz der zweiten Saisonniederlage bleiben die Schönenwerder auf Platz zwei.

 

Text: Raphael Wermelinger

zurück zur Newsübersicht