Ein Sieg fürs Selbstvertrauen

Ein Sieg fürs Selbstvertrauen
13.03.2017

In der letzten Partie der Qualifikationsrunde sicherten sich die Schönenwerder Volleyballer am vergangenen Sonntag souverän den zweiten Tabellenrang. Vor heimischem Publikum zeigten die Niederämter gegen Volley Top Luzern eine durchwegs abgeklärte Leistung und siegten verdient in drei Sätzen. Obwohl der direkte Verfolger Näfels seine Partie ebenfalls gewinnen konnte, verweilen die Solothurner dank der gewonnenen drei Punkte hinter Leader Amriswil und treffen in der ersten Playoffrunde auf die Mannschaft aus Jona.

 

Von Noel Giger

Die Bilanz der Schönenwerder vor der einundzwanzigsten Spielrunde und der dritten Partie gegen das Team aus Luzern konnte sich sehen lassen. Zwei Siege in zwei Partien sprachen dem Gastgeber klar die Favoritenrolle zu, zumal man auch in der Tabelle klar vor den Innerschweizern liegt. Doch die Gäste versteckten sich nach dem Anpfiff keineswegs, mit gewohnt schnellen Ballkombinationen überrumpelten sie die Solothurner Defensivabteilung und lagen früh in Führung. Es sollte jedoch die einzige Phase in dieser Partie bleiben, in denen man den Luzernern das Spielmomentum hätte zugestehen können, denn bis zur ersten technischen Auszeit war dieser Fehltritt seitens Schönenwerd bereits wiederkorrigiert. Die Solothurner erhöhten ihre Präsenz am Netzt und konnten dadurch einen Grossteil der gegnerischen Angriffe entschärfen oder direkt zu Punkten abblocken. Luzern konnte zwar mit guten Aufschlägen von Müller vorübergehend noch den Anschluss halten, fand aber mit zunehmender Dauer kein Rezept um den Ball bei gegnerischem Aufschlag im Feld der Niederämter unterzubringen und zog im Auftaktsatz den Kürzeren.

Schöni steigert sich

Während der erste Durchgang noch hauptsächlich von guten Defensivaktionen geprägt wurde, war es nun der Aufschlag der Niederämter welcher schon früh dem Gastgeber ein entschiedenes Momentum verschaffte. Zuerst Frame mit Tücke und danach Guerra mit Kraft sorgten für ein beruhigendes Polster, was bei ihren Mitstreitern aber keineswegs zu Nachlässigkeiten führte. Im Gegenteil, die Niederämter steigerten ihre Angriffseffizienz, verwerteten einen Grossteil der Bälle bereits im ersten Anlauf und hielten den Druck auf die Luzerner dadurch extrem hoch. Diese hielten zwar erneut über weite Strecken mit, verbauten sich den Weg in der Moneytime mit direkten Angriffsfehlern aber gleich selber wieder und mussten mit einem klaren Rückstand in die Pause.
Mit veränderter taktischer Aufstellung versuchte Bertalocciihrem Team neue Lebensgeister einzuhauchen, musste aber spätestens bei der ersten technischen Auszeit resignieren, als die Innerschweizer bereits wieder deutlich in Rückstand lagen. Schönenwerds Spielfluss hingegen schien vom  Unterbruch nicht beeinflusst worden, denn diese komplettieren die gestrige Partie mit einer nahezu makellosen Vorstellung in Annahme und Angriff. Spätestens als Topscorer Rocamora den längsten Ballwechsel des Abends mit einem wuchtigen Angriff aus dem Rückraum vollendete, strichen die Innerschweizer die Segel und mussten sich trotz eines ambitionierten Auftritts schlussendlich klar in drei Sätzen geschlagen geben.

Während die Ausgangslage für Luzern trotz Niederlage unverändert bleibt, kann Schönenwerd seine weisse Weste gegen diesen unberechenbaren Gegner wahren und behält auch im Kampf um Platz zwei gegen Näfels die Nase vorn. Desweiteren konnte man dank diesem überzeugendem Auftritt noch einiges an Selbstvertrauen tanken, ehe es schon am kommenden Wochenende in der ersten Runde der Playoffs auswärts gegen Jona anzutreten gilt.

 

 

 

 

Volley Schönenwerd  -  Volley Top Luzern 3:0

Erlimatthalle, Däniken. – 350 Zuschauer. – SR: Wolf/Faye

Satzresultate: 25:21‬ (29'); 25:22 (26'); 25:15 (20'). Total: 115 Minuten.

Volley Schönenwerd: Kollo, Hofstede, Kesten, Rocamora,  Chevallier, Hänggi, Frame, DervisajPeterlinGuerraGerberCoach: Ristoski.

Volley Top Luzern: Harksen, Eichenberger, Ulrich, Müller,  Amstutz, HenslerGautschiHäfligerLipscompe, Wicki, WidmerCoach: Bertalocci.

Bemerkungen: Schönenwerd ohne Giger (rekonvaleszent)

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