Das Spitzenduell verloren

Das Spitzenduell verloren
08.11.2016

Matchbericht von Burcin Starvaggi

Trotz grosser Motivation für das Spiel standen sich die Niederämterinnen aus dem Damen 1 selber im Wege und erlagen dem Tabellenführer in drei Sätzen.

Der gewonnene Start mit dem Service war ein guter Start in das Spiel. Oder eben nicht. Die Obwaldnerinnen konnten gleich einen Gegenangriff vollziehen und holten sich den Ball im ersten Satz. Mit den folgenden zwei Servicebällen gelangen Volleya direkte Punkte und so lag Schönenwerd bereits 0:4 im Rückstand. Coach Kölle war somit gezwungen den ersten Time Out zu nehmen, um die Damen wachzurütteln. Für eine kurze Weile brachte das Wachrütteln auch was und Schönenwerd konnte bis 8 Punkte mit dem Gegner mithalten. Beim Spielstand von 8:8 war schon wieder die Puste aus und es schien, als wären die Niederämterinnen schon länger nicht mehr auf dem Volleyballfeld gestanden. Direkt vergebene Annahmefehler, Inkonstanz im Block und dadurch locker erzielte Angriffsbälle von Obwalden trieb das Damen 1 eng in die Ecke, weshalb beim 8:13 das zweite Time Out genommen werden musste. Nach dem gleich retour geholten Punkt hat Schönenwerd sogar mit glanzvollen 4 Services den Punkteabstand verringert, was Obwalden dazu brachte, beim Spielstand von 18:22 ein Time Out zu nehmen. Die Obwaldnernnen machten danach nicht mehr lange und gewannen mit souveränen Spielzügen den ersten Satz mit 19:25.

Der zweite Satz sollte anders verlaufen. Man dachte, die Damen aus Schönenwerd hätten wieder einen Satz gebraucht, um in Tuchfühlung mit dem Gegner zu gehen. Es war lediglich ein Kopf-an-Kopf-Rennen der ersten und zweiten Mannschaft in dieser Gruppe. Starke Servicebälle, teils paradehafte Abwehrbälle und Kampf um jeden Fall. Beim Spielstand von 14:14 hat der Gegner die erste Auswechslung vorgenommen, was Schönenwerd aus dem Konzept bringen sollte. Gesagt, getan. Mit sehr guten Aufschlägen erlangte Obwalden einen Vorsprung, wobei beim Spielstand von 15:18 der nächste Time Out seitens Schöni kam. Leider fand Schönenwerd nicht mehr richtig ins Spiel. Zu viele Eigenfehler, keine Kommunikation auf dem Feld und letztendlich die Souveränität des Gegners – das Damen 1 stand sich wortwörtlich selber im Wege und verschenkte lediglich den Satz 23:25.

Die Spannung im Team und die Unsicherheit des Damen 1 waren aus vielen Metern zu spüren. Es schien, als war das Spiel bereits aufgegeben und jede war mit sich selber beschäftigt. Trotz allem hatte der 3. Satz zu Gunsten der Schönenwerdnerinnen begonnen. Die starke Serviceserie von Cupac brachte die Annahne von Obwalden ins Schwanken. Beim Spielstand von 10:7 musste Nik Buser reagieren und nahm ein Time Out. Gute Inputs fliessen da wohl, denn nach dem Time Out holten sich die Frauen um Buser gleich 4 Punkte, so gelang ihnen der Vorsprung und Obwalden lag 10:11 vor Schöni, so kam auch der Break seitens Kölle. Es schien, als wären die Frauen von Schönenwerd fast masochistisch veranlagt. Einfache Gratisbälle wurden verschenkt, kein stabiler Block, weshalb der Gegner direkte Angriffspunkte erzielen konnte und letztendlich die unsichere Annahme, was die Frauen zum Einstürzen brachten. Obwohl gegen Ende des dritten Satzes ein paar sehenswürdige Ballwechsel stattfanden und Buser sein zweites Time Out nehmen musste, war die Inkonstanz der Schönenwerdnerinnen zu gross und die Stabilität von Obwalden ebenfalls. So ging auch der letzte Satz 19:25 an Obwalden. Für Schönenwerd war klar, woran sie arbeiten müssen, um auch gegen konstant aufgestellte Mannschaften – wie Obwalden – ein souveränes Spiel leisten zu können. So erhoffen sie sich am Sonntag gegen Allschwil 3 Punkte und ein sehenswerteres Schönenwerd, Damen 1.

 

Ort/Halle:                 Turnhalle Feld, Schönenwerd

Schiedsrichter:         Daniel Humm/Sarah Gehrlach

Resultat:                   19:25 (22’), 23:25 (24’), 19:25 (22’)

Zuschauer:               28

 

Mannschaften:

 

Volley Schönenwerd:

M. Cupac (C), B. Starvaggi (L), N. Jenny, St. Rügge, S. Catakovic, E. Braun, S. Bosshard

Bemerkung: ohne die verletze Julia Koelle

Volleya Obwalden :

A.Abegg, N. Meier, R. Abächerli, C. Spichtig, A. Küchler, C. Wirz, S. Zumstein, J. Krummenacher, J. Schulz, J. Andermatt, N. Maters, L. Krummenacher

zurück zur Newsübersicht