Cup-Traum vorbei: Schönenwerd in Luzern vorgeführt

Cup-Traum vorbei: Schönenwerd in Luzern vorgeführt
15.12.2015

Letzte Saison erst im Final von Lausanne gestoppt, muss Schönenwerd heuer im Schweizer Cup bereits nach dem ersten Einsatz die Segel streichen. Liga-Konkurrent Luzern bedeutete im Achtelfinal Endstation für das Team von Trainer Nik Buser. Dieser hatte 24 Stunden vorher in der Meisterschaft beim 3:0 über Chênois noch die nach eigener Aussage beste, vor allem konstanteste Leistung seiner Mannschaft gesehen. Offensichtlich wars gegen die Genfer zu einfach gegangen. Die Schönenwerder zeigten einen desaströsen Auftritt im Cup. In der Meisterschaft hatten sie in Luzern noch knapp mit 3:2 gesiegt. Luzern war gestern nicht besser als damals, gewann aber trotzdem locker mit 3:0.

 

Von Raphael Wermelinger

Die Luzerner, die schon am Vortag in der achten Runde der NLA Leader Lausanne eindrücklich Paroli geboten hatten (2:3), gingen früh mit mehreren Punkten in Führung. Für die Punkte sorgten vor allem die beiden Ex-Schönenwerder Eichenberger und Eichhorn. Die Gäste dagegen waren im Angriff über weite Strecken völlig harmlos. Nach Richards Fehler zum 8:15 griff Coach Buser erstmals ein und ersetzte den Australier durch Gerber. Am Vortag gegen Chênois hatte es früh die umgekehrte Rochade gegeben. Gerber war gegen Luzern am Ende zwar Schönenwerds erfolgreichster Punktesammler, konnte aber wie seine Teamkollegen nicht wirklich überzeugen. In der Schlussphase des Startsatzes wurde Gerber zuerst von Harksen, ebenfalls ein ehemaliger Schönenwerder, geblockt und setzte den nächsten Angriff sogleich ins Netz (12:20). Immerhin gelangen ihm wenig später zwei direkte Punkte vom Service aus. Der Rückstand war mit 16:22 aber weiter riesig. Auch Hänggis Aufbäumen mit zwei Blocks gegen Eichenberger in Serie kam zu spät (21:24). Es waren die letzten Punkte für die Gäste im ersten Satz.

Im zweiten Satz wechselte die Führung immer wieder hin und her. In der Money Time legte Gerber mit seinem siebten Punkt im zweiten Durchgang auf 22:21 für Schönenwerd vor, doch die nächsten drei Punkte holten sich die Innerschweizer – darunter zwei der insgesamt zwölf Fehler der Niederämter in Satz zwei – und damit auch zwei Satzbälle. Darauf wusste Schönenwerd mit zwei Blocks noch eine Antwort. Auch gegen zwei weitere Satzbälle, die folgten. Doch dann wurde Hänggi in der Mitte von Häfliger geblockt und Luzern hatte sich den zweiten Satz in der Verlängerung gesichert (28:26).

Auch nach der zehnminütigen Pause war bei den Gästen keine Besserung in Sicht. Gleich die ersten beiden Punkte gingen wieder an Luzern. Nach einem Abstauber am Netz von Zuspieler Harksen und einem Block von Eichhorn gegen Richards baute Luzern den Vorsprung auf 9:4 aus. Die Schönenwerder Annahme war weiterhin viel zu wacklig. Amstutz zum 22:15 und Harksen zum 24:16 deckten die Schwäche mit Service-Winnern rigoros auf. Den Matchball mussten die Luzerner dann nicht einmal selber verwerten: Gerber knallte den Angriff ins Seitenaus. Ein Ende, das perfekt zum gesamten Auftritt der Schönenwerder an diesem Tag passte.

 

 

Luzern – Schönenwerd 3:0

Bahnhofhalle. – 220 Zuschauer. – SR: Grieder/Schürmann. – Satzresultate: 25:21 (23‘), 28:26 (28‘), 25:16 (22‘).

Luzern: Harksen, Amstutz, Ulrich, Eichhorn, Häfliger, Eichenberger, Gautschi (L); Meier.

Schönenwerd: Kessel, R. Giger, Richards, Hänggi, Frame, Schnider, Fischer (L); Gerber, Müller, Dervisaj.

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