Ausser Reichweite der Top 4

31.01.2016

Gut gespielt, aber wieder keine Punkte für Schönenwerd gegen Amriswil (1:3)

 

Von Raphael Wermelinger

Schönenwerd und Amriswil machten Werbung für den Volleyballsport. Aus neutraler Sicht lieferten die beiden Teams auf Augenhöhe ein knapp zweistündiges Spektakel ab: herrliche Punkte, ständige Führungswechsel und Spannung bis zum Schluss. Doch aus Schönenwerder Optik muss am Ende dennoch konstatiert werden, dass das Spitzenquartett der NLA immer noch ausser Reichweite liegt. Erst einen Punkt holte Schönenwerd aus sieben Spielen gegen die Top-4-Teams. Die Lücke zum vierten Platz beträgt mittlerweile bereits elf Punkte.  Schlechter waren die Schönenwerder am Samstag definitiv nicht. Das Team von Trainer Nik Buser erzielte insgesamt nur einen Punkt weniger als Amriswil. Doch die Thurgauer waren in den wichtigen Momenten abgebrühter und sind kadermässig schlicht breiter aufgestellt als die Niederämter. Bei diesen fielen Cody Kessel und Simon Hofstede verletzungsbedingt aus.

 

Im ersten Satz war der achte Führungswechsel der wegweisende: Richards brachte „Schöni“ mit zwei Punkten in Serie mit 18:16 in Front. Am Ende war es Frame, der den Gastgebern den ersten Satz mit zwei Punkten vom Service aus definitiv sicherte. Nach einem Blitzstart zum 6:1 lag Amriswil im zweiten Satz stets vorne. Schönenwerd blieb zwar hartnäckig und konnte in der Money Time noch einmal egalisieren (22:22), doch Amriswil liess sich den Satzausgleich nicht mehr nehmen.

 

Völlig verrückt verlief der dritte Satz: „Schöni“ legte auf 4:0 vor, lag zur Mitte des Durchgangs dann aber plötzlich mit sechs Punkten im Hintertreffen (9:15). Doch die Gastgeber starteten erneut eine erfolgreiche Aufholjagd. So waren die Teams in der Schlussphase wieder gleichauf, und als Schnider mit einem Service-Winner zum 22:21 skorte, kochte die Erlimatthalle. Amriswils Passeur Howatson hatte aber seinerseits noch ein paar gute Aufschläge in petto, was den Thurgauern doch noch die Führung nach Sätzen einbrachte.

 

Amriswil machte nun kaum noch Fehler und NLA-Topskorer Sébastien Steigmeier kam immer besser in Fahrt. Mit 22 Punkten zeigte er zwar keine überragende Leistung, dennoch war er ein steter Gefahrenherd. Dank Steigmeiers Punkten und Aufschlägen zog Amriswil im vierten Satz gleich wieder davon (4:8). Die Kämpferqualitäten des Heimteams waren erneut gefragt. Und tatsächlich, mit sechs Punkten in Serie – darunter zwei Asse und ein Service-Winner von Schnider – wendete „Schöni“ den Spielstand zum 12:10. Jetzt sahen die Zuschauer wieder ein unterhaltsames Hin und Her mit etlichen Führungswechseln. Zum letzten kams in der Money Time, als die Thurgauer einen 21:22-Rückstand in ein 24:22 verwandelten. Drei Matchbälle konnten die Gastgeber noch abwehren, dann landete Schniders Angriff zum 25:27 neben dem Feld.

 

Dank der gleichzeitigen Niederlage von Jona ist Schönenwerd trotz der Niederlage für die Playoffs qualifiziert. Dort beginnts – zum Glück für die Niederämter – wieder bei null. Zuvor empfängt „Schöni“ in den drei letzten Qualifikationsspielen noch Lugano sowie Einsiedeln und gastiert zum Abschluss bei Chênois.

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